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Nach und Vorteile der Kredittypen

Annuitätendarlehen

Die Immobilienfinanzierung wird oft als Annuitätendarlehen abgeschlossen. Die Annuität, eine gleichbleibende Rate, wird monatlich bezahlt und setzt sich aus Zins und Tilgungsanteil zusammen. Der Zinssatz wird für eine bestimmte Zeit fest vereinbart. Endet der Zinssatz, wird mit der aktuellen Bank oder einem neuen Darlehensgeber über den dann aktuellen Zins neu verhandelt.


Nachteile

  • Nach Ablauf der Sollzinsbindung muss eine Anschlussfinanzierung abgeschlossen werden – zu den dann aktuellen Finanzierungszinsen

 Vorteile

  • den anfänglichen Tilgungssatzes können Sie selbst bestimmen, mindestens jedoch 1,5% aufgrund der niedrigen Zinsen
  • gleichbleibende Raten bedeuten Kalkulationssicherheit für Sie
  • Konstante Darlehensrate für die gesamte Sollzinsbindung
  • Annuität bedeutet: der Zinsanteil der Rate sinkt und gleichzeitig steigt der Tilgungsanteil

Euribor-Darlehen

Im Gegensatz zu einem Festzinsdarlehen werden bei dieser flexiblen Form der Immobilienfinanzierung die Konditionen regelmäßig neu festgelegt. Eine wesentliche Komponente ist der jeweils aktuelle Euribor, die andere besteht aus einem Zuschlag, den die Bank anhand der Bonität des Bauherrn, der vereinbarten Zinsbindung und dem allgemeinen Zinsniveau errechnet. Je besser die Bonität bewertet werden kann und je kürzer die Konditionen gebunden werden, desto geringer wird dieser Zinsaufschlag ausfallen. Als Sicherheit kann eine Zinsobergrenze (CAP) vereinbart werden, allerdings kostet dies ebenfalls zusätzliche Gebühren, die durchaus zwei bis drei Prozent der Kreditsumme betragen können.  


Nachteile, die man wissen muss

  • Der Geldmarktzins kann während der Laufzeit steigen, sodass der Bauherr mit einer größeren finanziellen Belastung rechnen muss (um die größere Belastung zu vermeiden, sind wir für Sie da)
  • Die zu vereinbarende Zinsobergrenze kostet zusätzliche Gebühren. Steigt der Zinssatz über diese Grenze, wird das Euribor Darlehen in ein Festzinsdarlehen umgewandelt, allerdings lassen sich danach die eventuell sinkenden Geldmarktzinsen für die vereinbarte Zinsbindung zwischen drei und 15 Jahren nicht mehr ausnutzen (bevor Das eintritt, beraten wir uns erst)
  • Die Bearbeitungsgebühren für diese variable Baufinanzierung fallen relativ hoch aus, wenn eine kurze Laufzeit vorgesehen ist.
  • Es muss bei steigenden Zinsen regelmäßig nach einer Alternative für eine Anschlussfinanzierung gesucht werden (darüber sprechen wir von Beginn an mit Ihnen und finden dann den richtigen Zeitpunkt)


Vorteile

  • Der Darlehensnehmer kann vom fallenden Euribor-Geldmarktzins profitieren, da die Zinsbindung immer nur für eine Dauer von einem Monat bis zu einem Jahr vereinbart werden kann und anschließend anhand der dann aktuellen Konditionen neu festgelegt wird
  • Mit Ablauf der Zinsbindungen steht es dem Kreditnehmer frei, die Immobilienfinanzierung ganz oder teilweise zurückzuzahlen, ohne dass die Bank dafür Vorfälligkeitsentschädigungen beanspruchen könnte
  • Sollte das Zinsniveau steigen, lässt sich ein Euribor Darlehen in ein Festzinsdarlehen umwandeln
  • Der Zinsaufschlag, den die Bank über den Referenzzins hinaus berechnet, kann bei guter Bonität und kurzer Zinsbindung sehr gering ausfallen. 

Variable Darlehen

Variable Darlehen werden nicht mit einer festen Sollzinsbindung von mehreren Jahren abgeschlossen. Bei variablen Darlehen wird der Zinssatz in der Regel alle 3 bis 6 Monate den aktuellen Marktbedingungen angepasst.

Nachteile

  • Variable Darlehen müssen beobachtet werden (das tun wir für Sie)
  • Bei steigenden Zinsen verteuert sich der Kredit (deshalb greifen wir vorher ein)

Vorteil

  • 100%ige Sondertilgungsmöglichkeiten
  • Bei sinkendem EURIBOR fallen auch die Zinsen für variable Zinsen
  • Jederzeit die Möglichkeit, in ein Festzinsdarlehen umzuwandeln

Volltilgerdarlehen

Volltilgerdarlehen werden in der Sollzinsbindung vollständig zurückgeführt.


Nachteile

  • Die hohe Tilgung bei einem Volltilgerdarlehen bedeutet für Sie eine vergleichsweise hohe monatliche Rate
  • Gerade in Niedrigzinsphasen kann dies wiederum ein Vorteil sein, da die Belastung aus Zins und Tilgung nur unwesentlich höher als bei durchschnittlichen Annuitätendarlehen mit 1% Tilgung liegt


Vorteile

  • Keine Anschlussfinanzierung zu höheren Zinsen notwendig
  • Sie wissen genau, wann Sie schuldenfrei sind
  • Volltilgerdarlehen werden von den Banken in der Regel mit einer etwas besseren Kondition belohnt

Förderdarlehen

KFW, L-Bank usw.

Zinsgünstiges Förderdarlehen, welches von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vergeben wird. Es existieren unterschiedliche Förderprogramme. Die KfW vergibt zur Förderung der Wohnungswirtschaft Darlehen zu Konditionen, die üblicherweise günstiger sind als Annuitätendarlehen von Hausbanken.

Nachteile

  • Das erste Jahr ist bei vielen Krediten tilgungsfrei. Dadurch verzögert sich der Schuldenabbau
  • Zinsbindung oft nur max. 10Jahre danach muss anschlussfinanziert werden
  • Nur ein Teil der Banken binden KfW-Darlehen ein
  • KfW und L-Bank ausschließlich über den finanzierenden Darlehensgeber abwickelbar


Vorteile

  • Zinskonditionen können günstiger sein als bei aktuellen Darlehen ( außer 60%Beleihungsauslauf auf 5-10 Jahre)
  • Durch den KfW Anteil kann der Beleihungsauslauf des Hauptdarlehens gesenkt werden
  • Immobilien lassen sich günstig sanieren oder modernisieren
  • Bei einigen Programmen sind Tilgungszuschüsse möglich

Forwarddarlehen

Mit Forwarddarlehen sichert man sich heute schon die aktuellen Zinskonditionen mit oft geringen Zinsaufschlägen für den in der Zukunft liegenden Umschuldungstermin.

Nachteil

  • Steigen die Zinsen nicht wie erwartet an oder vom "Experten vorher gesagt, hat man den Forwardaufschlag umsonst bezahlt


Vorteile

  • Das Zinsrisiko wird auch für die Zukunft ausgeschlossen
  • Feste Kalkulationsbasis für den Darlehensnehmer nach Ablauf seines Festzinsdarlehens 

Bausparen

Zinsgünstiges Darlehen, auf das der Bausparer nach Zuteilung des Bausparvertrages einen Rechtsanspruch hat. Beim Bauspardarlehen handelt es sich um ein unkündbares, in der Regel nachrangig abzusicherndes Darlehen, das nur für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen verwendet werden darf. Zur Verzinsung und Tilgung ist ein monatlich gleichbleibender Betrag zu leisten. Die Höhe des Darlehens ist in der Regel die Differenz zwischen Bausparsumme und dem angesparten Bausparguthaben.

Vorteile

  • Durch den Einsatz eines Bauspardarlehens wird der Beleihungsauslauf für das Bankdarlehen reduziert. Dadurch kann die Zinsbelastung für die Immobilienfinanzierung gesenkt werden
  • Die Zinsen für das Bauspardarlehen können je nach Marktsituation deutlich unter den Kreditzinsen für ein Bankdarlehen liegen.

Nachteile

  • Je nach Anbieter fallen hohe Gebühren (Abschlussgebühr, Kontoführungsgebühr) an
  • Bauspardarlehen werden nur bis zu 80% des Verkehrswertes/der Herstellungskosten gewährt
  • Die Inanspruchnahme eines Bauspardarlehens kostet oft mehr als ein Annuitätendarlehen